5 Bürogestaltungstrends, die Schweizer Unternehmen im Jahr 2026 übernehmen werden
Die Bürogestaltung in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Gründe hierfür sind der Wandel der Arbeitsweisen, steigende Nachhaltigkeitsansprüche und ein verstärkter Fokus auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Für Unternehmen, die 2026 eine Modernisierung, einen Umzug oder eine Neuausstattung planen, ist das Verständnis dieser Trends hilfreich, um einen Arbeitsplatz zu schaffen, der heute optimal funktioniert und auch in Zeiten sich wandelnder Arbeitsmuster relevant bleibt.
Dieser Artikel untersucht, warum sich das Schweizer Bürodesign seit 2022 verändert hat, welche fünf Trends Büroprojekte im Jahr 2026 prägen werden und was diese für die Planung Ihres nächsten Projekts bedeuten.
Warum sich das Schweizer Bürodesign seit 2022 verändert hat
In den Jahren nach 2022 fand ein grundlegendes Umdenken hinsichtlich der Funktion eines Büros statt. Da hybrides Arbeiten für viele Schweizer Unternehmen mittlerweile die Norm ist, geht es im Büro weniger darum, jedem Mitarbeiter täglich einen Schreibtisch zur Verfügung zu stellen, sondern vielmehr darum, einen Raum zu schaffen, für den sich der Arbeitsweg lohnt – einen Ort, der Zusammenarbeit, konzentriertes Arbeiten und die Verbindung zu Kollegen und zur Unternehmenskultur fördert.
Gleichzeitig haben steigende Energiekosten und verschärfte Nachhaltigkeitsanforderungen von Aufsichtsbehörden, Vermietern und Mitarbeitern die Umweltverträglichkeit bei der Planung weiter nach oben gerückt. Die Folge ist eine Welle von Büroumgestaltungen, die sich deutlich vom vor 2022 üblichen Grundriss mit Reihen fester Schreibtische unterscheiden.
Trend 1: Hybrid-First-Layouts – Gestaltung für die Tage, an denen die Leute tatsächlich kommen
Anstatt mit einer 100%igen Auslastung zu planen, orientieren sich viele Schweizer Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Räumlichkeiten nun an einer realistischen Belegungsrate – oft 50–70 % an Spitzentagen. Das bedeutet:
- Weniger Einzelarbeitsplätze, dafür mehr gemeinsam nutzbare und buchbare Arbeitsplätze.
- Mehr Platz für Besprechungsräume, Kollaborationszonen und informelle Treffpunkte
- In die Bürogestaltung und Technologie integrierte Schreibtischbuchungssysteme
- Flexible Möbel, die sich für unterschiedliche Teamgrößen und Aktivitäten neu konfigurieren lassen.
Ziel ist es, dass sich das Büro an den Tagen, an denen Leute da sind, sinnvoll und gut genutzt anfühlt und nicht halb leer.
Trend 2: Biophilic Design — Plants, Natural Light, and Materials in Swiss Offices
Biophilic design — bringing natural elements into the workplace — continues to grow in popularity. In practice, this includes:
- Begrünung, Pflanzgefäße und Grünpflanzen sind im gesamten Büro integriert.
- Maximierung des Zugangs zu natürlichem Licht, unter anderem durch Umgestaltung der Raumaufteilung, sodass mehr Arbeitsplätze in Fensternähe stehen.
- Verwendung von natürlichen Materialien wie Holz, Stein und Naturtextilien für Oberflächen und Möbel
- Ausblicke ins Grüne oder in die Natur, wo immer möglich, auch durch Innenhöfe oder Dachterrassen.
Über die Ästhetik hinaus werden biophile Elemente mit einem verbesserten Wohlbefinden der Mitarbeiter, reduziertem Stress und besserer Luftqualität in Verbindung gebracht, insbesondere in Kombination mit guter Belüftung.
Trend 3: Aktivitätsbasiertes Arbeiten ersetzt feste Arbeitsplätze
Aktivitätsbasiertes Arbeiten (ABW) gestaltet das Büro um verschiedene Arbeitsarten herum, anstatt jedem Mitarbeiter einen festen Arbeitsplatz zuzuweisen. Ein typisches ABW-Büro umfasst:
- Ruhezonen für konzentriertes Einzelarbeiten
- Bereiche für die Zusammenarbeit im Team und für informelle Treffen
- Telefonzellen oder kleine Räume für Telefonate und Videokonferenzen
- Soziale Bereiche und Rückzugsorte für informelle Interaktion
Dieser Ansatz erfordert eine sorgfältige Planung – ausreichend Vielfalt an Räumlichkeiten, klare Beschilderung und unterstützende Technologie (Buchungssysteme, mobile Aufbewahrungsmöglichkeiten für persönliche Gegenstände) – ermöglicht es Unternehmen aber, die Bürofläche effizienter zu nutzen und den Mitarbeitern mehr Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Art und Ort ihrer Arbeit zu geben.
Trend 4: Nachhaltigkeitszertifizierungen (SNBS, LEED, BREEAM) als Grundlage für Designentscheidungen
Nachhaltigkeitszertifizierungen spielen bei der Planung und dem Ausbau von Büroflächen eine immer wichtigere Rolle. Rahmenwerke wie SNBS (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz), LEED und BREEAM dienen als Benchmarks für die Umweltleistung von Gebäuden und Innenausbauten. Diese Rahmenwerke bewerten typischerweise Faktoren wie:
- Energieeffizienz von Beleuchtung, Heizung, Lüftung und Klimaanlage sowie Gebäudesystemen
- Materialien, die beim Bau und Innenausbau verwendet werden, einschließlich recycelter oder emissionsarmer Optionen
- Innenraumluftqualität und Lüftungsleistung
- Abfallmanagement während der Bauphase und des laufenden Betriebs
Für Unternehmen mit unternehmerischen Nachhaltigkeitsverpflichtungen ist es in der Regel sowohl realistischer als auch kostengünstiger, eine Ladeneinrichtung von Anfang an auf eine angestrebte Zertifizierung auszurichten, anstatt sie später nachträglich einzubauen.
Trend 5: Akustik als Priorität – Großraumbüromüdigkeit ist real
Da offene und aktivitätsbasierte Bürokonzepte immer häufiger anzutreffen sind, hat sich der akustische Komfort zu einem der am häufigsten genannten Probleme am Arbeitsplatz entwickelt. Als Reaktion darauf legen Bürokonzepte für 2026 zunehmend Wert auf Folgendes:
- Akustikpaneele, Deckenabsorber und schallabsorbierende Materialien sind in das Design integriert.
- Spezielle Ruheräume und Telefonzellen, um störende Anrufe aus offenen Bereichen zu vermeiden.
- Zonierung, die laute, gemeinschaftliche Bereiche von ruhigen, konzentrationsorientierten Bereichen trennt
- Weiche Möbel, Teppiche und Bepflanzung (die gleichzeitig als biophile Elemente dienen) zur Reduzierung des Nachhalls
Die Berücksichtigung der Akustik bereits in der Planungsphase ist in der Regel wesentlich günstiger als die nachträgliche Installation von Schallschutzmaßnahmen nach Fertigstellung eines Raumes.
Was diese Trends für Ihr nächstes Büroprojekt bedeuten
Für Unternehmen, die 2026 eine Sanierung oder einen Ausbau planen, deuten diese Trends auf Folgendes hin:
- Beginnen Sie damit, wie Ihre Teams das Büro aktuell tatsächlich nutzen – nicht wie sie es 2019 getan haben –, bevor Sie ein Layout endgültig festlegen.
- Sorgen Sie für Flexibilität, da sich die Arbeitsmuster voraussichtlich weiterentwickeln werden.
- Berücksichtigen Sie Nachhaltigkeitszertifizierungsziele frühzeitig, da sie von Anfang an Einfluss auf die Material- und Systemauswahl haben.
- Akustik, Beleuchtung und biophile Elemente sollten nicht als bloße Dekoration betrachtet werden – sie sind grundlegend für die Funktionalität des Raumes im Alltag.
Wie Tanance helfen kann
Bei Tanance unterstützen wir Schweizer Unternehmen im gesamten Lebenszyklus von Büroprojekten – nicht nur bei der Reinigung. Unser Team hilft Ihnen bei der Planung und dem Management von Büroumbauten und -ausstattungen, die den aktuellen Trends entsprechen, koordiniert Handwerker und Dienstleister und sorgt nach Projektabschluss für einen reibungslosen Betrieb der Arbeitsräume. Unsere Dienstleistungen umfassen:
- Projektmanagement für Büroumgestaltung und -ausstattung
- Koordination der Auftragnehmer für Layoutänderungen, Möbel und Gebäudesysteme
- Reinigung nach Renovierung und Innenausbau
- Laufende Gebäudewartung und Hygienemaßnahmen am Arbeitsplatz
- Maßgeschneiderte Wartungspläne für Unternehmen
Ob Sie eine komplette Büroumgestaltung planen oder einfach nur einen Partner suchen, der das Projekt von Anfang bis Ende betreut und den Betrieb der Räumlichkeiten anschließend aufrechterhält – unser Team unterstützt Sie in jeder Phase.
Abschluss
Bürogestaltung in der Schweiz im Jahr 2026 spiegelt den Wandel der Arbeitswelt wider: Hybrid-Konzepte, biophile Elemente, aktivitätsbasiertes Arbeiten, Nachhaltigkeitszertifizierungen und akustischer Komfort sind keine bloßen Extras mehr, sondern zentrale Aspekte jedes Büroprojekts. Wer diese Trends von Anfang an in die Planung einbezieht, schafft einen Arbeitsplatz, der die Bedürfnisse Ihres Unternehmens optimal erfüllt – heute und auch in Zukunft, wenn sich die Arbeitswelt weiterentwickelt.